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7 Warnsignale des Körpers: Was Integrative Gesundheit über Erschöpfung, Schlaf und Abnehmen zeigt

Junge Frau sitzt nachdenklich in der Küche mit Kräutertee und Medikamenten auf dem Tisch.

Im hektischen Alltag werden Müdigkeit und schlecht durchschlafene Nächte oft als völlig normal abgetan. Gleichzeitig rutscht eine ausgewogene Ernährung schnell in den Hintergrund – und der Körper beginnt, Hinweise zu senden, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Problematisch ist, dass diese Warnsignale nicht immer ernst genommen werden oder häufig isoliert betrachtet werden, gestützt auf eine Selbstdiagnose.

Nach Angaben von Dra. Mayza Araújo, Ärztin für Integrative Gesundheit und Gewichtsreduktion mit interdisziplinärer Arbeit in den Bereichen Funktionelle Medizin, Leistungsfähigkeit und Gesundheit an der Integrative Clinic, sollten viele Körpersignale nicht separat bewertet werden.

„In der integrativen Gesundheit betrachten wir den Patienten als Ganzes. Wir schauen nicht nur auf das Gewicht oder ein einzelnes Symptom, sondern auf Stoffwechsel, Hormone, Darm, Schlaf, Ernährung, emotionale Gesundheit, Körperzusammensetzung und Lebensstil“, erklärt sie.

Im Folgenden finden Sie Anzeichen, die auf Ungleichgewichte im Organismus hindeuten können.

1. Häufige Erschöpfung – selbst nach Erholung

Sich nach anstrengenden Tagen müde zu fühlen, ist nichts Ungewöhnliches. Wird die Müdigkeit jedoch dauerhaft und bleibt selbst nach guten Nächten oder Ruhephasen bestehen, sollte genauer hingeschaut werden. Laut Dra. Mayza Araújo kann anhaltende Erschöpfung mit Nährstoffmängeln, hormonellen Veränderungen, Schlafstörungen, chronischem Stress, Entzündungen, Insulinresistenz oder anderen Stoffwechsel-Ungleichgewichten zusammenhängen.

2. Schwierigkeiten beim Abnehmen

Abnehmen ist nicht allein eine Frage von weniger essen und mehr trainieren. Auch Schlaf, Darmgesundheit, Stress, Körperzusammensetzung, Schilddrüsenfunktion, Stoffwechsel und die hormonelle Balance können den Gewichtsverlust beeinflussen.

„Wenn ein Patient Schwierigkeiten beim Abnehmen hat, müssen wir verstehen, was den Körper daran hindert zu reagieren. Häufig ist es nicht mangelnde Anstrengung, sondern ein Bündel von Ungleichgewichten, das mit Strategie korrigiert werden muss“, sagt die Ärztin.

Deshalb können stark restriktive Diäten ohne Begleitung zu Frust führen und in manchen Fällen den Organismus zusätzlich belasten.

3. Schlaf von schlechter Qualität

Mehrfaches Aufwachen in der Nacht, Probleme beim Einschlafen oder morgens mit dem Gefühl aufzustehen, nicht erholt zu sein, sind Hinweise, die Aufmerksamkeit verdienen. Schlaf ist zentral für die hormonelle Regulation, Muskelregeneration, Immunabwehr, Gedächtnis, Energielevel und die Appetitsteuerung. Ist der Schlaf nicht erholsam, können auch Stoffwechsel und Leistungsfähigkeit darunter leiden.

4. Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit

Häufige emotionale Schwankungen, Angstgefühle, Gereiztheit und ein Gefühl der Überlastung können zwar mit psychischen Faktoren zusammenhängen, aber ebenso mit hormonellen Veränderungen, Nährstoffdefiziten, Entzündungen, der Schlafqualität und der Darmgesundheit. In der integrativen Herangehensweise werden Körper und Psyche gemeinsam betrachtet, weil das eine das andere unmittelbar beeinflussen kann.

5. Haarausfall und brüchige Nägel

Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben, etwa Stress, hormonelle Veränderungen, Vitamin- und Mineralstoffmängel, Entzündungen, Schilddrüsenprobleme, die Einnahme von Medikamenten oder Veränderungen der Ernährung. Ist das Symptom stark ausgeprägt oder hält es an, hilft eine professionelle Abklärung dabei, die Ursache zu erkennen und ein passenderes Vorgehen festzulegen.

6. Unregelmässiger Darm

Verstopfung, Blähungen, ein aufgeblähter Bauch, wiederkehrender Durchfall und Verdauungsbeschwerden können auf Störungen der Darmgesundheit hinweisen. „Der Darm spielt eine wichtige Rolle bei der Nährstoffaufnahme, der Immunabwehr, dem Stoffwechsel und sogar bei der Bildung von Substanzen, die mit Wohlbefinden zusammenhängen. Deshalb sollten häufige Verdauungssymptome nicht ignoriert werden“, erklärt Dra. Mayza Araújo.

7. Geschwächte Immunabwehr

Häufige Infektionen, wiederkehrende Erkältungen, eine langsame Erholung und das dauerhafte Gefühl, anfällig zu sein, können darauf hindeuten, dass das Immunsystem Aufmerksamkeit braucht. Die Immunabwehr wird unter anderem durch Schlaf, Ernährung, Stresslevel, Vitamine, Mineralstoffe, Darmgesundheit, körperliche Aktivität sowie das Vorhandensein von Erkrankungen oder Entzündungen beeinflusst.

Individuelle Abklärung ist in der Integrativen Gesundheit entscheidend

Auch wenn diese Anzeichen auf Ungleichgewichte im Körper hindeuten können, sollten sie nicht für eine Selbstdiagnose herangezogen werden. Jede Person bringt eine eigene Vorgeschichte, einen eigenen Alltag, eine individuelle Körperzusammensetzung und spezifische Bedürfnisse mit. Nach Aussage von Dra. Mayza Araújo ermöglicht eine personalisierte Abklärung, die Ursachen der Symptome präziser zu untersuchen und sicherere sowie wirksamere Strategien zur Betreuung zu entwickeln. „Das Ziel der integrativen Gesundheit ist es, Gesundheit personalisiert zu fördern – durch die Verbindung von Wissenschaft, Prävention, professioneller Begleitung und nachhaltigen Veränderungen im Lebensstil“, betont sie.

Wenn Beschwerden über längere Zeit bestehen, ist es am sinnvollsten, fachkundige Unterstützung zu suchen. Präventive Gesundheitsfürsorge kann helfen, die Lebensqualität zu verbessern, ein gesundes Abnehmen zu unterstützen, die Leistungsfähigkeit zu steigern und zu verhindern, dass kleinere Ungleichgewichte zu grösseren Problemen werden.

Von Camila Pessanha


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