Wer fitter werden möchte, will dafür nicht zwingend jeden Monat eine Fitnessstudio-Mitgliedschaft bezahlen oder teure Pilates-Stunden buchen. Genau an dieser Stelle platziert Lidl ein neues Produkt: eine handliche Step-Plattform der Eigenmarke Crivit, die mehrere Trainingsformen in einem einzigen Gerät kombiniert – und damit preislich so manchen Kurs ziemlich blass aussehen lässt.
Was hinter dem günstigen Lidl-Step steckt
Auf den ersten Blick wirkt die Step-Plattform eher schlicht: ein graues Kunststoff-Board, seitlich montierte Expander-Seile und zwei Füße, mit denen sich die Höhe anpassen lässt. Der Preis liegt bei 22,99 Euro. Trotzdem steckt dahinter eine klare Idee für effektives Training in den eigenen vier Wänden.
Mit rund 2,8 Kilogramm ist das Board leicht genug, um es schnell von Raum zu Raum zu tragen. Wenn der Platz knapp ist, lässt es sich hochkant abstellen oder unter das Bett schieben. Gerade in kleinen Wohnungen ohne festen Heimtrainingsbereich spielt diese kompakte Bauweise ihre Stärken aus.
"Ein einziges kompaktes Gerät, das Cardio, Muskeltraining und Gleichgewichtsübungen ermöglicht – ohne weiteres Zubehör und ohne laufende Kosten."
Damit beim Training nichts verrutscht, ist die Oberfläche strukturiert und rutschhemmend ausgeführt – auch barfuß sollen die Füße sicher stehen. Unten sorgen gummierte Standfüße dafür, dass das Board selbst auf Fliesen oder Parkett stabil bleibt.
Verstellbare Höhe: Von Einsteiger-Workout bis schweißtreibend
Interessant wird das Gerät vor allem über die Intensität: Das Crivit-Board ist in zwei Höhen nutzbar:
- 10 Zentimeter Höhe – passend für Einsteiger, sanfteres Ausdauertraining und gelenkschonende Übungen
- 15 Zentimeter Höhe – gedacht für Fortgeschrittene und spürbar forderndere Einheiten
Mit wenigen Handgriffen lässt sich die Stufe wechseln – und damit auch die Belastung. Mit zunehmender Höhe arbeiten Oberschenkel und Gesäß deutlich stärker. Gleichzeitig steigt der Energieverbrauch, weil Herz und Kreislauf mehr leisten müssen.
Klassische Abläufe wie wiederholtes Auf- und Absteigen, Ausfallschritte oder Knieheben bringen schnell Tempo in den Puls. Wer regelmäßig trainiert, verbessert damit die allgemeine Ausdauer und kann die Beinmuskulatur gezielt formen.
Mehr als nur rauf und runter
Die Plattform taugt nicht nur für typisches Step-Training. Durch die flache, feste Auflage kann sie ebenso als kleine Trainingsbank für Kraft- und Balanceeinheiten dienen:
- Kniebeugen mit einem Fuß auf dem Board für einseitige Kräftigung
- Seitliches Auf- und Absteigen für Hüfte und äußere Oberschenkel
- Unterarmstütz-Varianten mit Händen oder Füßen auf dem Board für mehr Rumpfkraft
- Gleichgewichtsübungen, zum Beispiel einbeiniger Stand oder kontrolliertes Abrollen
So rücken vor allem tief liegende Muskelgruppen in den Mittelpunkt: Bauch, unterer Rücken sowie stabilisierende Bereiche rund um Hüfte und Knie. Im Alltag werden diese Partien oft zu wenig angesprochen, sind aber wichtig, um Rücken- und Gelenkbeschwerden vorzubeugen.
Integrierte Expander: Oberkörpertraining gleich mit dabei
Ein Punkt, der leicht übersehen wird, macht die Step-Plattform besonders vielseitig: die integrierten Expander-Seile. Sie sind seitlich befestigt und lassen sich je nach Zugrichtung unterschiedlich einsetzen – im Ergebnis entsteht ein kleines Ganzkörper-Setup.
"Mit den Expander-Seilen trainiert man nicht nur Beine und Po, sondern auch Rücken, Schultern und Arme – ohne zusätzliches Equipment."
Beispiele für Übungen mit den Expandern:
- Rudern im Stand für den oberen Rücken
- Front- und Seitheben für die Schultern
- Bizepscurls und Trizepsstrecken für die Arme
- Oberkörperrotationen zur Kräftigung der schrägen Bauchmuskulatur
Gerade bei viel Schreibtischarbeit kann gezieltes Rückentraining helfen. Hier liefert das Board eine preiswerte Möglichkeit, muskuläre Ungleichgewichte anzugehen, ohne zusätzlich Hanteln oder Kugelhanteln kaufen zu müssen.
So gut schneidet das Board bei Nutzern ab
Nach Kundenbewertungen im Handel kommt die Lidl-Step-Plattform im Schnitt auf 4,9 von 5 Sternen. Häufig genannt werden vor allem Stabilität und Robustheit – beides zentrale Kriterien bei Trainingsgeräten für zu Hause.
Viele Käufer heben besonders hervor:
- das sichere Gefühl dank rutschfester Oberfläche
- die einfache Umstellung der Höhe
- die platzsparende Bauform für kleinere Wohnungen
- das starke Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu Studio und Kursangeboten
Natürlich kann ein Gerät dieser Art kein persönliches Coaching durch einen Trainer ersetzen. Gerade Einsteiger sollten auf saubere Ausführung achten und bei Bedarf kurze Anleitungsclips nutzen, um Fehlbelastungen zu vermeiden.
Warum viele das Board als Alternative zu Pilates sehen
Pilates gilt als gelenkschonend und zugleich anspruchsvoll – mit Fokus auf Rumpf, Haltung und Beweglichkeit. Wer regelmäßig Kurse besucht, bezahlt schnell 10 bis 20 Euro pro Einheit. Über ein Jahr summiert sich das zu einem beachtlichen Betrag.
Die Step-Plattform von Lidl ersetzt einen strukturierten Pilates-Kurs nicht vollständig, zielt aber in Teilen auf ähnliche Effekte:
| Trainingsziel | Pilates-Kurs | Lidl-Step-Board |
|---|---|---|
| Rumpfstabilität | Gezielte Abfolgen auf der Matte | Unterarmstütz, Balance-Übungen, dynamische Step-Kombinationen |
| Haltung | Starker Fokus auf Körperwahrnehmung | Kräftigung von Rücken und Gesäß, Ausgleich von Sitzhaltung |
| Bein- und Gesäßmuskulatur | Kontrollierte Beinabfolgen | Stufenübungen, Kniebeugen, Ausfallschritte |
| Kosten | Fortlaufend pro Stunde | Einmalig 22,99 Euro |
Wer gezielt an Haltung und Körpergefühl arbeiten will, ist mit systematischen Kursen meist besser aufgehoben. Wer hingegen vor allem ein günstiges, variables Trainingsgerät sucht, um mehr Bewegung in den Alltag zu bringen, bekommt mit dem Board eine deutlich preiswertere Option.
Für wen sich das Lidl-Board wirklich eignet
Besonders sinnvoll ist das Gerät für alle, die:
- zu Hause trainieren möchten und wenig Platz haben
- Bein- und Gesäßmuskulatur aufbauen wollen
- Ausdauer- und Krafttraining kombinieren möchten
- nicht mehrere Geräte anschaffen wollen
- eine Ergänzung zu Spaziergängen oder Joggen suchen
Weniger geeignet ist intensives Step-Training bei akuten Knie- oder Hüftproblemen. In solchen Fällen sollte ärztlich oder physiotherapeutisch abgeklärt werden, welche Belastung passt und welche Höhe sinnvoll ist.
Praktische Tipps für den Start zu Hause
Wer noch nie mit einem Step-Board trainiert hat, startet am besten mit der niedrigeren Stufe und einfachen Abläufen. Oft reichen drei kurze Einheiten pro Woche, um erste Veränderungen zu bemerken.
- Dauer: 15–20 Minuten pro Einheit
- Struktur: Aufwärmen, einfache Step-Kombinationen, einige Kräftigungsübungen, kurzes Dehnen
- Steigerung: Nach zwei bis drei Wochen schrittweise die Höhe anpassen oder Wiederholungen erhöhen
Hilfreich ist auch: Viele Fitness-Kanäle bieten kostenlose Step-Training-Videos an, die sich gut nachmachen lassen. Sobald die Bewegungen sicher sitzen, kann man das Training danach problemlos eigenständig variieren.
Wie sich das Board mit anderen Aktivitäten kombinieren lässt
Besonders interessant wird die Plattform, wenn sie in ein kleines, aber sinnvolles Heimprogramm eingebaut wird. Ein Beispiel für eine Trainingswoche:
- Zwei Step-Einheiten für Herz-Kreislauf-System und Beine
- Eine Oberkörper-Einheit mit den Expandern
- Zwei kurze Einheiten mit Schwerpunkt Rumpfstabilität und Balance
In Kombination mit regelmäßigen Spaziergängen oder lockerem Joggen entsteht so ein ziemlich vollständiges Bewegungsprogramm – ohne Studio, ohne lange Wege und ohne hohe Kosten. Für viele dürfte genau diese Flexibilität den Reiz des Lidl-Boards ausmachen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen