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Wechseljahre: Tees, die den Stoffwechsel anregen können

Frau macht Yoga in der Küche und greift nach dampfendem Kräutertee auf der Arbeitsplatte.

Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und schlecht durchschlafene Nächte gelten als die bekanntesten Beschwerden in den Wechseljahren. Daneben gibt es jedoch eine weniger offensichtliche - und für viele belastende - Begleiterscheinung: ein langsamer werdender Stoffwechsel. In der Übergangsphase sinkt die basale Stoffwechselrate nach und nach; das wird vor allem mit fallenden Östrogenspiegeln und dem Abbau von Muskelmasse in Verbindung gebracht.

In der Menopause steigt beispielsweise die Wahrscheinlichkeit, eine Sarkopenie zu entwickeln - also einen fortschreitenden und beschleunigten Verlust von Muskelmasse, Muskelkraft und Muskelfunktion - ausgelöst durch hormonelle Veränderungen, insbesondere durch das Absinken des Östrogens. Da Muskulatur metabolisch aktiver ist als Fettgewebe, wirkt sich dieser Rückgang unmittelbar auf den Kalorienverbrauch in Ruhe aus.

Zusätzlich zeigen Daten aus der Study of Women’s Health Across the Nation (SWAN), dass die Menopause mit einem deutlichen Anstieg des viszeralen Fetts verbunden ist - unabhängig vom kalendarischen Altern. Diese Fettform ist mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko und Veränderungen der Insulinsensitivität assoziiert, weshalb ein gezieltes metabolisches Management in dieser Lebensphase noch wichtiger wird.

Wie lässt sich der Stoffwechsel in den Wechseljahren aktiver halten?

Die Ernährungswissenschaftlerin Mariane Alves betont, dass man verstehen müsse, dass eine Gewichtszunahme in der Menopause nicht allein eine Altersfolge ist. „Es gibt eine wichtige hormonelle Veränderung, die beeinflusst, wie der Körper Fett verteilt und Energie nutzt. Gleichzeitig kommt es zu einem natürlichen Verlust an Muskelmasse, der den Grundumsatz senkt. Das ist keine Frage von mangelnder Disziplin, sondern Physiologie“, erklärt sie.

Laut der Expertin gehören eine ausreichende Zufuhr von Proteinen und regelmässiges Krafttraining zur Basis, um den Stoffwechsel möglichst aktiv zu halten. „Der Erhalt der Muskulatur ist in dieser Phase der wichtigste metabolische Pfeiler. Ohne das wird jede isolierte Strategie nur begrenzt wirken“, sagt Mariane Alves.

Tees, die den Stoffwechsel in den Wechseljahren anregen können

Auch wenn sie zentrale Gewohnheiten wie eine ausgewogene Ernährung, regelmässige Bewegung und erholsamen Schlaf nicht ersetzen, können bestimmte Getränke während der Menopause zum Stoffwechselgleichgewicht beitragen. Einige Tees enthalten bioaktive Verbindungen, die die Körperfunktionen in dieser Phase ergänzend unterstützen können. Hier drei Optionen:

1. Grüner Tee

Grüner Tee ist reich an Catechinen, insbesondere Epigallocatechingallat (EGCG), und wird mit einem leichten Anstieg der Thermogenese sowie der Fettoxidation in Verbindung gebracht. „Er kann den Energieverbrauch leicht ankurbeln und die Nutzung von Fett als Brennstoff unterstützen. Ein guter Verbündeter - sofern er in Mass konsumiert wird“, rät Mariane Alves.

2. Ingwertee

Ingwer enthält bioaktive Stoffe mit mild thermogenem Effekt und kann dazu beitragen, die Insulinsensitivität zu verbessern. „Neben dem Einfluss auf den Stoffwechsel unterstützt Ingwer das Sättigungsgefühl und die Blutzuckerkontrolle - beides ist in den Wechseljahren relevant“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin.

3. Hibiskustee

Hibiskus liefert viele Polyphenole und Anthocyane, wirkt antioxidativ und kann die Reduktion von Körperfett sowie von Schwellungen mit unterstützen. „Hibiskus ist kein starker Stoffwechselbeschleuniger, aber er trägt zum allgemeinen Stoffwechselgleichgewicht bei, und viele Frauen berichten von einer Verbesserung der Wassereinlagerungen“, hebt sie hervor.

Vorsicht beim Konsum von Tee

Auch wenn Tee eine zusätzliche Unterstützung bieten kann, stellt Mariane Alves klar, dass er keine strukturierten Massnahmen ersetzt. „Tees sind nur Begleiter. Wenn eine Frau sich kaum bewegt und zu wenig Protein aufnimmt, ist der Effekt praktisch nicht wahrnehmbar. Was den Stoffwechsel trägt, sind Muskulatur, ausreichender Schlaf und eine ausgewogene Ernährung“, betont sie.

Zudem warnt sie vor einem übermässigen Konsum anregender Getränke - gerade in einer Lebensphase, in der Angstzustände und Schlafprobleme häufiger auftreten. „Jeder Körper reagiert unterschiedlich. Ideal ist eine individuelle Anpassung. Die Menopause ist keine Zeit für extreme Restriktionen, sondern für kluge Anpassungen“, schliesst sie.

Von Beatriz Pinheiro

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